Sudanreise 2007

November 2007 ... | Vereinigte Arabische Emirate Sudan

Dubai Khartoum der Norden des Sudan Leben am Nil Rückfahrt Gezirah AlAin UAE



ueber AdDebbah zurueck nach Khartoum

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Eine typische Rikscha, wie sie inzwischen überall (zu tausenden) im Sudan zu finden ist. Das meistgebrauchte und günstgste Transportmittel.
Die Abendsonne verschwindet hinterm Haus. In AdDebbah liegt der Nil auf der falschen Seite - jedenfalls für den Sonnenuntergang.
Im Fernsehen kommt über Satellit Fußball aus aller Welt.
Morgens. Die Sonne geht auf. Es wird Zeit für den Abschied aus dem Norden. Mit dem 'Boxi' (Pickup) gehts zur Bushaltestelle.
Nach Khartoum/Omdurman verkehren täglich moderne, schnelle Reisebusse (nur 3 Stunden reine Fahrzeit - vor 10 Jahren warens noch 2 Tage).
Güterverkehr in der Wüste. Inzwischen wachsen die Teerstraßen im Rekordtempo. Alte Straßenkarten (neue gibts nicht) sind unbrauchbar. Sowieso sind viele Orte falsch eingetragen.
"Meine" Windrad-Wasser-Pumpe... - denn die Hersteller-Firma hatte ich in Südafrika gefunden ... leider gibts technische Probleme und die Anlage steht oft...
Ein Bananen-Laster wird entladen
Die LKW Typ Bedford - umgebaut auf die Erfordernisse der Wüste. Türen stören da nur.
Ein 'kleiner' Langstreckenlaster - fährt von Khartoum nach Port Sudan und zurück. Vor 12 Jahren bin ich mal mitgefahren » 1986

Fussballfeier

Khartoum Nord/Bahri, Donnerstag Nacht - bin gerade dabei in der Wohnung E-Mails zu schreiben, da lassen mich Jubelgesänge, Autohupen und Trommelmusik von draußen aufhorchen. Nach einer halben Stunde ist immer noch Stimmung. Der Lärm kommt von der großen Kreuzung nahe meiner Wohnung. Also nix wie raus und nachschaun was da los ist - ein Volksaufstand kanns ja nicht sein - das hätt nur 10 Minuten gedauert ;-) Tatsächlich ist die Strasse voller Menschen die jubeln, Autos mit blauen Fahnen stehen und Hupen - sogar auf den Dächern der Autos stehen die Leute. Der Verkehr ist zusammengebrochen. Ab und zu hat ein Auto etwas Platz und rast in die Kreuzung hinein - mit qualmenden Reifen zwischen den Menschen hindurch. Jetzt hätts fast gekracht - ein Kleinbus kam von links - Jubel und Bremsenquietschen. Was ist denn da los? Sowas hab ich ja noch nie erlebt. Vorsichtshalber halt ich mich etwas am Gehsteig zurück und mach ein Foto. Da spricht mich ein junger Sudanese an, der mitjubelt. 'Hallo - how are you - are jou Journalist?' Nein natürlich nicht - Ingenieur. Wir unterhalten uns etwas - er studiert Medizin und wohnt um die Ecke. Und endlich erfahre ich was da los ist: heute war ein Fussballspiel. So weit ich verstanden habe, das Endspiel der Meisterschaft und die Mannschaft Hilal (Halbmond) aus Omdurman hat 3:2 gesiegt und sich zur African Championsleage qualifiziert. Plötzlich rennen einige Jungen auf uns zu - eine Polizeisirene ertönt - ein Junge stürzt in einen Abwasserkanal (zum Teil sind die Betonabdeckplatten zerbrochen). Aber es ist nichts schlimmes. Keine Panik. Alle lachen und jubeln weiter. Eine Stunde stehe ich an der Straße und beobachte das Treiben. Zum Teil gibts wirklich gefährliche Situationen. Die Autos fahren (kriechen) eng aneinander - Leute stehen auf und hängen an den Autos. Ab und zu schaukelt ein Kleinbus. Um kurz vor zwölf wird es ruhiger - vermehrt Polizei taucht auf und die Autos fahren wieder zügiger - nicht ohne dass mal wieder ein mit 5 Leuten auf dem Dach stehender Kleinbus hupend vorbeischaukelt. Der Medizinstudent hat sich schon verabschiedet und ich geh jetzt auch heim. Kurz nach zwölf wird es dann ruhig draussen und ich versuche mich auch hinzulegen.



Stimmung auf den Straßen Bahris.

selbst auf den Autodächern jubeln die Leute fahnenschwingend.

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